Österreichischer Herzverband
Landesverband Wien
Gesundheit
Schwimmen

Schwimmen

Auf richtige Technik und dosierte Intensität kommt es an :

"Schwimmen ist Gesund". So heißt es zumindest allgemein. Mit einer Einschränkung allerdings. Das Schwimmen muss technisch richtig erfolgen und die körperlichen, in unserem Fall die Herz-Kreislauf-Beanspruchungen genau dosiert sein. Das bloße Sich-über-dem-Wasser-halten, kann sogar schaden.

Eine zu niedrige körperliche Belastung beim Schwimmen bringt nichts zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems. Aber auch wenn man den Körper beansprucht, ist noch keineswegs der erhoffte Trainingseffekt garantiert. Warum Schwimmen so gesund ist, liegt daran, dass möglichst viele und große Muskelgruppen in Aktion sind : Beine, Bauchmuskulatur, Rückenstrecker, Schulter- und Armmuskulatur.

Regelrecht schlecht für die Gesundheit des Herzpatienten sind folgende "Sünden" des technisch falschen Schwimmens :

.   der Kopf wird (um möglichst im Gesicht und auf den Haaren nicht nass zu werden) mit starr überstrecktem Nacken aus dem Wasser gestreckt. Der Effekt sind Muskelverspannungen im oberen Rücken- und im hinteren Halsbereich. Schulter- Rücken- oder Kopfschmerzen können die Folge sein.

.   die Wasserlage ist zu steil. Ein relativ hoher Wasserdruck umgibt Beine und Bauchraum. Je tiefer der Körper ins Wasser eintaucht, umso größer wird der Druck, der auf ihn wirkt. Dieser Druck wirkt auf die Gefäße und das Herz. Und gerade dieses ist zu vermeiden.

.   Um möglichst kein Wasser zu schlucken atmet man flach. Es kommt zu keiner Tiefatmung und damit zu wenig Luftaustausch in den Lungen. Teils kommt es auch zum Atemstau.

All diese negativen Faktoren gibt es bei technisch richtigem Schwimmen nicht.

Die einzelnen Stilarten mit unterschiedlicher Belastung :

Kraulschwimmen : ist auch im sportlichen Schwimmtraining die Standartmethode. Das hat mehrere Gründe die auch für Herzpatienten sinnvoll sind: 1) sehr flache Wasserlage, 2) gesunde Körperstreckung und gleiten im Wasser ist ideal möglich, 3) geringe Gelenksbelastung, 4) genaue Dosierung der Herz-Kreislaufbelastung ist möglich.

Rückenschwimmen : ist für den Herzpatienten ebenso eine ideale Schwimmart. Positiv für viele, dass man nicht mit dem Gesicht im Wasser ausatmen muss.

Brustschwimmen : richtig ausgeführt der schwierigste und anstrengendste Schwimmstil. Es gibt äußerst kräftige, explosionsartige Streckbewegungen, die für den Herzpatienten nicht empfehlenswert sind. Auch die Kniebelastung ist relativ hoch. Alles in allem, nicht der Stil der Wahl für den Herzpatienten.

Delphinschwimmen : eines der Hauptprobleme liegt darin, dass man erst ab einem gewissen Tempo technisch richtig atmen kann. Auch muss man dann sehr rasch einatmen. Die Anstrengung beim Delphinschwimmen ist sehr gross.

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